Einen Abend mit Kerzen
Das Wohnzimmer liegt im warmen Schein mehrer einzelnen Kerzen. Ihre Lichter flackerm sanft und legen goldene Schatten über die Möbel, als würde es alles ein wenig weicher machen. Ich sitze auf dem Sofa, die Beine angezogen, die Decke locker um mich gelegt.
Es ist ruhig. Zu ruhig.
Meine Gedanken wandern, verlieren sich irgendwo zwischen Erinnerungen und diesem leisen Ziehen in der B***t. Eine Sehnsucht, die schwer zu greifen ist, aber deutlich spürbar. Nicht nach etwas Bestimmtem — sondern nach jemandem. Nach körperlicher Nähe.
Ich stelle mir vor, wie es wäre, jetzt nicht allein hier zu sitzen. Wie sich eine zweite Wärme neben mir anfühlen würde. Eine Hand, die meine findet, ohne viele Worte. Nähe, die nicht erklärt werden muss.
Die Kerze knistert leise. Ich beobachte die Flamme, wie sie tanzt, als würde sie meine Gedanken kennen. Für einen Moment schließe ich die Augen und lasse die Vorstellung zu: ein leises Atmen neben mir, ein vertrautes Gewicht, das die Stille füllt.
Als ich die Augen wieder öffne, ist da nur das flackernde Licht.
Und doch fühlt sich der Raum nicht mehr ganz so leer an — als hätte die Sehnsucht selbst kurz Platz genommen neben mir. Ich lasse meine Fantasien weiter treiben und fühle in Gedanken deine Haut an meiner.

