Gedankengespräch
Wie schnell man manchmal in einem Gedanken versinkt.
Plötzlich führt sie ein Gespräch mit jemandem, der gar nicht da ist. Und trotzdem fühlt es sich in diesem Moment so echt an. So nah, als müsste sie nur die Hand ausstrecken, um diese Nähe wirklich zu spüren.
Nur wenige Zentimeter zwischen zwei Körpern.
Der leise Atem.
Eine Stimme, die ganz nah an ihrem Ohr klingt.
Fast wie selbstverständlich möchte sie die Hand heben. Eine Wange berühren. Diese Nähe für einen Augenblick festhalten. Manchmal einfach nur jemanden in die Arme ziehen und nicht sofort wieder loslassen.
Doch es sind nicht nur die unschuldigen Gespräche, die sich in ihren Gedanken wie von selbst entwickeln.
Da gibt es auch die anderen.
Die heimlichen. Die, über die man nicht spricht. Wünsche, die irgendwo tief verborgen bleiben und nur in dieser kleinen Welt aus Gedanken ihren Platz finden.
Dann werden Berührungen plötzlich intensiver. Ein Blick bleibt länger hängen. Nähe bekommt eine ganz andere Bedeutung.
Und irgendwann ist da dieses Knistern, das sich nicht mehr einfach wegdenken lässt.
Ein leiser Sturm, der irgendwo beginnt und immer stärker wird.
Bis der Atem schwerer geht, die Gedanken langsamer werden und dieses kleine, verräterische Lächeln auf ihren L****n bleibt.
Als wäre es wirklich passiert.
Obwohl es doch nur ein Gedanke war.








